E-Paper - 20. Dezember 2018
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Laufen gegen Krebs

Rena Kessler ist der Inbegriff einer Powerfrau. Im Juli 2017 erklimmt die damals 51-Jährige noch den 3. der sieben Summits (die sieben höchsten Gipfel der Erde) und kommt ihrem Traum einen Schritt näher.

Frauenfeld Seien es Wanderungen, Marathons oder die Besteigung eines Berges; Rena Kesslers Freizeit dreht sich um den Sport. Die Frauenfelderin ist voller Energie, ernährt sich bewusst, lebt in jedem Sinne ein gesundes und erfülltes Leben. Sie hatte noch viele sportliche Erlebnisse, welche sie anstrebte, bis sie im Dezember 2017 einen seltsamen Knollen am Bauch entdeckt.

Schockdiagnose Krebs

Der Knollen führt zum Rest der Geschichte. Fakt ist, dass Rena nach absolviertem Frauenfelder Waffenlauf im November 2017 die Schockdiagnose Krebs erhält. Da die Krebsart sehr selten ist, sind die Prognosen schwierig, der Weg ist nach wie vor ungewiss.

Drei Arten von Bekannten

Krebs ist ein Tabuthema und wird nach wie vor stigmatisiert. Mitmenschen sind schnell überfordert, wenn jemand eine Diagnose kriegt, fällt die Welt zusammen. Was man niemandem verübeln kann. Es ist unbestritten schwere Kost. Aber Rena Kessler würde sich wünschen, dass man auf die Krebskranken zugeht und dabei Verständnis zeigt, wenn was gerade nicht klappt, wie man das eventuell geplant hat Krebs ist nicht gerade mal eine Grippe, sondern eine mitunter sehr einschränkende Krankheit. «Die Diagnose gerät automatisch in den Lebensmittelpunkt, sie macht die Existenz der Betroffenen aus und hängt wie das Damoklesschwert über unseren Häuptern», macht Rena Kessler die Erfahrung. Ausserdem gibt es ihrer Ansicht nach drei Arten von Mitmenschen: Solche, die einem jederzeit zur Seite stehen, solche die sich zu Beginn der Krankheit melden, dann nicht mehr und diejenigen, die einen Bogen um die Betroffenen machen. Rena Kessler hofft, dass sich dies in Zukunft ändern wird.

Nicht weg-, sondern hinschauen

Rena Kessler möchte mit dem 25. Eschlikoner Silvesterlauf am 30. Dezember die Menschen sensibilisieren und aufrufen, nicht weg-, sondern hinzuschauen. Sie selbst joggt, läuft und marschiert gemeinsam mit ihrer Freundin die kürzeste Strecke. Weitere Bekannte haben sich bereits angeschlossen und unterstützen die mutige Kämpferin.

Immer ein Plan B bereit

Das Ziel von Rena Kessler ist es, anderen Betroffenen und ihrem Umfeld Kraft zu geben, Mut zu schenken und ihnen aufzuzeigen, dass das Leben mit und nach der Diagnose weitergeht. Wenn Plan A nicht funktioniert, dann greift man eben auf Plan B zurück. Wichtig ist, dass man den Glauben nicht verliert. Das Motto von Kessler lautet: Never give up! Unterstützt wird Rena Kessler von der Krebsliga Thurgau.pd/tas

Untersee Nachrichten vom Donnerstag, 20. Dezember 2018, Seite 3 (54 Views)

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